Segelfilm: Die Weltumsegelung der „Peter Willemoes“

Mit einer Carter 33 um die Welt – für vier junge Männer wurde das zum Abenteuer ihres Lebens. Am 8. März ist der Film über die Reise in Hamburg im Kino zu sehen

Am Sonntag, den 8. März, wird im Hamburger Zeise-Kino ein Segelfilm gezeigt, der Fernweh weckt und Abenteuerlust befeuert: Dann läuft auf der Leinwand als Kinopremiere die Dokumentation der Weltumsegelung mit der „Peter Willemoes“, einer Carter 33. Mit ihr segelten vier junge Segler des Norddeutschen Regatta Vereins von 1973 bis 1975 um die Welt.

Aus der Filmvorschau:

Am 7. Juli war es so weit: Wir setzten Segel und glitten mit der Tide elbabwärts. Beim Anfang einer Weltumseglung verhält es sich wie beim Anfang eines jeden Weges im Leben – er beginnt mit einem geradezu demütigend winzigen ersten Schritt.

Hinter uns lagen zwei Jahre der intensiven Vorbereitung mit Sporthochseeschifferzeugnis, Überführung der Carter 33 „Peter Willemoes“ aus Griechenland, mit Ausrüstungslisten, Seekartenstudium und Routenplanung unter Umgehung von Wirbelsturmsaisons.

Der größte und erstaunlichste Erfolg dieser zwei Jahre war es, dass vier junge Männer im Alter von Anfang bis Mitte Zwanzig, die mäanderten zwischen Studium, Wehrdienst und aufregenden ersten Liebeserfahrungen, diese lange Planungsphase hindurch beieinander blieben und die Reise gemeinsam antraten.

Es folgten Ozean-Überquerungen, die navigatorisch mit Sextant und Fulst Nautischen Tafeln zu bewältigen waren, es folgten Panamakanal, Galapagos-Tage, Südsee-Traumhaftigkeiten und ein stürmisches Kap der Guten Hoffnung; es folgten in Handarbeit geflickte Segel, endlose Motorreparaturen inklusive des Austausches der Kolbenringe, es folgte schwierige Küchenakrobatik im rollenden Schiff unter Passatsegeln, es folgte der Beinahe-Verlust des Schiffes bei einer waghalsigen und hirnrissigen Aktion an der südafrikanischen Küste.

Es gab Streit, Konkurrenzanwandlungen, und es gab herrliches, überwältigendes, stilles gemeinsames Erleben und immer auch das dankbare Freundschaftsgefühl und die Gewissheit unter uns „Jungs“, dass wir uns in jeder Sekunde dieser Reise hundertprozentig aufeinander verlassen konnten.

Am 19. Mai 1975 liefen wir, nach mühsamen kalten Elbaufwärtstagen und insgesamt 31123 Seemeilen Weltumseglung, nachts im Wedeler Yachthafen ein: Vier junge Männer im Alter von Mitte Zwanzig, die nun ihrer Wege gehen würden, die aber lebenslang verbunden bleiben würden durch die prägenden Erfahrungen ihrer eigentlich ganz unmöglichen Reise.

Drei der vier Crewmitglieder, Nikolas Hansen, Heinz Lehmann und Rainer Habekost, werden bei der Vorstellung zu Gast sein.

Die Vorstellung beginnt um 11 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf auf www.zeise.de.

https://www.zeise.de/film/1959/show/44371000023HXUDTUB