Bilder, Daten und Preise der neuen Seascape 14

Die erfolgreiche Sportbootwerft aus Slowenien präsentiert auf der boot Düsseldorf ihre erste Gleitjolle. Hier schon vorab alles Wissenswerte zur Seascape 14

Schick sieht sie aus, die Neue! Ein flacher Rumpf mit flachem Freibord, stark akzentuierten Kimmkanten, leicht negativem Steven und einer Decksform, die der Spitze eines Pfeils nachempfunden ist – mit diesen optischen und konstruktiven Merkmalen erweitert Seascape von Januar an seine Modellreihe nach unten.

Dass eine Jolle in Arbeit ist, drang schon im Sommer nach außen. Ende August hatte YACHT online erstmals über das Projekt berichtet; zu der Zeit mochte Werftchef Andraz Mihelin die Pläne noch nicht kommentieren. Nun aber ist es offiziell. Die Seascape 14, deren Bau-Nummer 1 derzeit in die Endmontage geht, wird ihre Weltpremiere in Düsseldorf feiern.

Wie bei alle vorherigen Modellen der Marke hat Haus-Konstrukteur Sam Manuard, einer der erfolgreichsten Designer von Mini-6.50- und Class-40-Rennern, die Linien gezeichnet. Sie sind äußerst modern, ähneln in vielem einem Skiff, bieten aber mehr Stabilität in der Längs- und Querachse als ein kippeliges Hochgeschwindigkeits-Dingi.

Am äußerst gelungenen Erscheinungsbild und der Ergonomie haben auch die Stylisten von Gigodesign mitgearbeitet – sie waren zuvor bereits an der Entwicklung der Seascape 27 und 24 beteiligt.  

Eine der Besonderheiten, die spätestens auf den zweiten Blick auffallen, sind die beiden kurz hintereinander liegenden Rumpfdurchbrüche für das Steckschwert. Sie sind ein Indiz für die unterschiedlichen Riggkonfigurationen, mit denen die Seascape 14 sowohl Einhandsegler als auch Zweiercrews anspricht, Einsteiger und erfahrene Jollensegler.

In der Standardkonfiguration (Schwert achtern) verfügt das Boot nur über ein Großsegel, das je nach Ausführung auch einfach gerefft werden kann – etwa bei Starkwind oder wenn Kinder und Jugendliche bei Mittelwind üben wollen. Mit 8,5 Quadratmeter Segelfläche entspricht die Seascape 14 annähernd der Melges 14 (9,1 qm) oder der RS Aero (9 qm), sie verfügt aber über deutlich mehr Formstabilität aus ihrem 1,70 Meter breiten Rumpf (Melges: 1,58 m, Aero 1,40 m).

Daneben kann sie gegen Aufpreis aber auch mit Fock, ausfahrbarem Kohlefaser-Bugspriet und Gennaker geriggt werden (Schwertposition vorn), was sie für leichtwindige Binnenreviere und bei frischer Brise für echte Könner interessant macht. Dann trägt sie raumschots 21,5 Quadratmeter Segelfläche – nur 2,5 Quadratmeter weniger als ein 29er, der mit Doppeltrapez gefahren wird, und 3 Quadratmeter mehr als etwa die RS 200.


 
admg   

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