FW-LK Leer: Großeinsatz nach Bootsunfall auf dem Fehntjer Tief

Moormerland (ots) - Am späten Nachmittag des 10. Oktober ist es nach einem Bootsunfall auf dem Fehntjer Tief zu einem größeren Einsatz von Feuerwehren und Rettungsdienst gekommen. Auf dem manövrierunfähigen Ausflugsschiff saßen insgesamt 20 Personen, darunter 14 Menschen mit Behinderung fest.

Um kurz nach 17 Uhr ging der Notruf von dem Ausflugsschiff "MS Gretchen" bei der Regionalleitstelle ein. Das Schiff war auf einer Tour über das Timmeler Meer und dem Fehntjer Tief. An einem Wendepunkt wollte das Boot umkehren um zurück nach Timmel zu fahren, dabei lief die "MS Gretchen" auf Grund.

Nach einer ersten Lageeinschätzung wurden die Feuerwehren aus Hatshausen und Warsingsfehn, sowie der Wasserrettungszug der Kreisfeuerwehr alarmiert. Aus dem Landkreis Aurich wurde die Feuerwehr West-Mitte Großefehn außerdem hinzugezogen um vom Timmeler Hafen aus mit einem Boot zur Einsatzstelle zu gelangen. Ebenfalls aus dem Timmeler Hafen machte sich ein weiteres Ausflugsschiff auf dem Weg. Die Regionalleitstelle löste vorsorglich "MANV" Alarm aus (Massenanfall an Verletzten). Diverse Rettungswagen und ein Leitender Notarzt rückten mit aus.

Die Feuerwehr erreichte den Havaristen zunächst mit einem Schlauchboot. Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst gingen an Board. Alle Passagiere und auch die beiden Besatzungsmitglieder waren unverletzt. Dennoch drängte, wegen der einbrechenden Dunkelheit, die Zeit alle Personen in Sicherheit zu bringen.

Die Wasserrettung war mit zwei Booten zu Wasser gegangen und erreichte die "MS Gretchen" wenig später. Mit dem leistungsstarken Boot der Kreisfeuerwehr gelang es den Einsatzkräften dann den Havaristen freizuschleppen. Das Ausflugsschiff konnte seine Fahrt zum Hafen nach Timmel dann aus eigener Kraft fortsetzten. Die Einsatzboote der Feuerwehr begleiteten die "MS Gretchen" dennoch, weil ausreichende Beleuchtung für Fahrten bei Dunkelheit fehlten.

In Timmel konnten dann alle 18 Passagiere und die zwei Besatzungsmitglieder das Boot unverletzt verlassen. Der Einsatz dauerte insgesamt rund drei Stunden.

 
admg   

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