Schiffsankunft verzögert sich – Coronakrise erschwert Planungen für neues Ausflugsboot

Bekommt einen neuen Namen: Dornröschen soll bald um die Dreiflüssestadt fahren.
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Die Coronakrise hat auch Auswirkungen auf die Passagierschifffahrt. Die Planungen für das neue Ausflugsboot in Hann. Münden werden erschwert.

Ankunft und Betrieb des neuen Ausflugsschiffs in Hann. Münden verzögern sich. Zunächst hatte es noch Schwierigkeiten mit Hochwasser gegeben.

Wie Geschäftsführerin Tina Herwig mitteilt, seien es aber die Beschränkungen durch die Coronakrise, die die Überführung und den Betriebsbeginn jetzt erschwerten. Die „Weserstein Touristik GmbH“, die als Gesellschaft die Schifffahrt betreiben soll, befinde sich in Gründung. Aktuell sei man dabei, Verträge fertigzustellen.

Das sei nicht ganz einfach, da vieles über Videokonferenzen oder telefonisch geklärt werden müsse. An Bord des Schiffes ist eine Bewirtung der Gäste mit einem kulinarischen Angebot und, nach Absprache auch ein umfangreiches Catering geplant. Es sei aber derzeit schwierig für Mitarbeiter, nötige Gesundheitszeugnisse beim Gesundheitsamt und Erste-Hilfe-Kurse abzulegen. Ursprünglich hatten die Betreiber geplant, erste Fahrten mit dem Schiff, das zuletzt unter dem Namen Dornröschen im Raum Hameln unterwegs war, bereits am Osterwochenende anzubieten. Daraus wurde nichts.

Momentan sei wegen der Krise noch nicht absehbar, wann erste Passagierfahrten mit dem Schiff stattfinden könnten, so Herwig. „Wir möchten das Schiff in den nächsten Wochen nach Hann. Münden bringen“, erklärt sie. „Wenn das Schiff hier ist, müssen wir es herrichten und für die Gäste schick machen“, so die Geschäftsführerin weiter. Um Hann. Münden soll die „Dornröschen“ dann unter einem neuen Namen unterwegs sein. Dafür sei eine Schiffstaufe angedacht, so Herwig. Anschließend soll das Schiff für Rund- und Charterfahrten, Hochzeiten, Familienfeiern und Events zur Verfügung stehen. Es bietet Platz für 150 Fahrgäste.

Im vergangenen Jahr hatten Anna-Elisabeth und Klaus-Dieter Rehbein, die damaligen Eigentümer der Rehbein-Linie, die MS Europa verkauft. Sie war bis dahin auf der Fulda und Weser unterwegs. Gespräche mit Investoren für eine Übernahme und für einen Verbleib des Schiffes in der Region waren damals gescheitert.