Hybrid-Schiff legt im Hamburger Hafen an

Die "Roald Amundsen" ist 140 Meter lang und hat erstmals in Hamburg angelegt.

 
 
 

Es ist das erste Kreuzfahrtschiff, das mit Batterietechnik an Bord fahren kann: In Hamburg hat am Donnerstag die 140 Meter lange „Roald Amundsen“ angelegt. Das neueste Expeditionsschiff von Hurtigruten kann geräuschlos und laut Reederei emissionsfrei schwimmen – allerdings immer nur mal auf Teilstrecken, danach muss der Dieselmotor angeschmissen werden.

Bau hatte sich verzögert

Die „Roald Amundsen“ soll demnächst die Nordwestpassage bewältigen, dazu Einsätze in der Arktis und Antarktis. An Bord haben bis zu 530 zahlungskräftige Gäste Platz. Mehrfach mussten erste geplante Reisen ab Hamburg abgesagt werden, weil sich die Fertigstellung des Schiffs um rund ein Jahr verzögert hatte. Mit der „Fridtjof Nansen“ und einem weiteren Neubau sind bereits zwei baugleiche Schwesterschiffe in Planung.

Nicht nur Lob von Umweltschützern

Die Umweltschützer vom NABU begrüßen die neue Antriebstechnik: Sie sei ein Schritt in die richtige Richtung und auch noch erweiterbar durch weitere Batterien. Allerdings werde auch auf der „Roald Amundsen“ immer wieder mal Marinediesel eingesetzt – laut NABU ohne umfassende Abgasreinigung.