Segel-Bundesliga startet in die Saison: Münchner Yacht-Club setzt auf junge Wilde


 
 
 

Zum „Spieltag dahoam“ hat sich der Münchner Yacht-Club für das kommende Bundesliga-Wochenende (erster Start am Freitag um 11 Uhr) etwas ganz Besonderes ausgedacht.

Starnberg– Der Gastgeber lässt zum Saisonauftakt seine jungen Wilden auf die 17 Konkurrenten in der 1. Liga los. Manuel Wunderle, Sebastian Frenzer, Julius Neszvecsko und Jannik Pöhlmann bringen es in Durchschnitt gerade auf 20 Jahre. „Wir wollen bewusst unseren Mitgliedern und der ganzen Region zeigen, was sich in unserer Nachwuchsförderung alles bewegt“, begründet Micki Liebl die Entscheidung, die eigenen Talente ins nationale Schaufenster zu stellen.

Der Teammanager des MYC wagt diesen Schritt im Bewusstsein der eigenen Stärke. Im vergangenen Jahr hat das Quartett in der Junioren-Segelliga mit dem Gewinn der Deutschen Vize-Meisterschaft für Furore gesorgt. Da sich die Münchner als ein Club verstehen, der seinen Nachwuchs fördert, ist es nur konsequent, ihm auch die Verantwortung für den Saisonauftakt zu übertragen. Liebl ist voll und ganz davon überzeugt, dass sich seine Crew gegen die starke Konkurrenz behauptet, auch wenn sie bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende nur Vierte bei der Maibock-Regatta im eigenen Club wurde: „Das birgt kein Risiko.“ Sollte es dennoch Probleme geben, stehen mit Kay Niederfahrenhorst und Max Adami zwei erfahrene Segler bereit, die das Team coachen.

Der Umbruch wird weiter vorangetrieben

Der Umbruch, den die Münchner im vergangenen Jahr bereits eingeleitet haben, wird in dieser Saison mit Nachdruck weiter vorangetrieben. „Unser Motto ist es, möglichst viele Kadersegler zu den Veranstaltungen zu bringen“, nennt Liebl die eigene Maxime. Ziel ist es, zu den sechs Spieltagen immer ein anderes Team zu schicken.

Um die Form seiner Segler macht sich Liebl keine Sorgen. Die gemeinsamen Trainingseinheiten auf dem Gardasee mit dem Chiemsee Yacht-Club, dem Deutschen Touring Yacht-Club und dem Segel- und Motorboot Club Überlingen waren hart, brachten jedoch die Erkenntnis, dass die Münchner mit den Bundesliga-Rivalen mithalten können. „Selbst wenn wir absteigen, ist es kein Beinbruch“, sagt Liebl und versucht damit, seinem Team den Druck zu nehmen.

Mehr als den Abstieg fürchtet er den Verlust der eigenen Talente nach ihrer Zeit im 29er oder 420er. Dass es für sie sehr wohl eine Zukunft im MYC gibt, zeigt allein die Crewliste.