America’s Cup Ableger: Fördergeld-Unterstützung für Artemis Segel-Foiler-Personenfähre


 
 
 

Artemis Technologies will die nachhaltige Gestaltung der maritimen Zukunft vorantreiben und unter anderem eine emissionsfreie High-Speed-Personen-Segel-Fähre bauen. Nun erhält das Spin-off des America’s Cup-Teams Artemis Racing dafür Mittel aus einem millionenschweren Förderprogramm.

Im vergangenen Jahr kündigte America’s Cup-Teilnehmer und Öl-Händler Torbjörn Tornquist an, das mit dem Artemis-Rennstall gesammelte Knowhow zur speziellen Foiling-Technologie in eine High-Speed-Personen-Segel-Fähre einfließen zu lassen. Er gründete dafür im nordirischen Belfast Artemis Technologies.

Das Unternehmen wird von Artemis-Skipper und Doppel-Olympiasieger Iain Percy geführt, der zuletzt in Bermuda auch als Teammanager und Taktiker im Einsatz war und America’s Cup Team aus Malta führen soll. Ziel ist die Entwicklung kommerzieller, maritimer Produkte. Es geht es insbesondere um die Verwendung von Windenergie und innovative Rückgewinnungssysteme.

Das geplante Autonomous Sailing Vessel (ASV) etwa ist ein emissionsfreier 45-Meter-Wind-/Elektrokatamaran, der zur Personenbeförderung von Stadt zu Stadt eingesetzt werden soll.

Unter dem Namen „Decarbonisation of Maritime Transportation – a Return to Commercial Sailing“ hat das Projekt jetzt die nächste Phase eines großen britischen Forschungs- und Innovationsprogramms erreicht. Als eines von 24 Vorhaben, die zur Förderung des Wirtschaftswachstums an verschiedenen Orten im Vereinigten Königreich beitragen sollen, erhält das Projekt damit eine Frühphasenfinanzierung aus dem Fonds „Strength in Places“.

Die jeweilige Förderung von bis zu 50.000 Pfund soll es den Bewerbern ermöglichen, Vorschläge für die Hauptphase zu entwickeln. Vier bis acht Projekte, die in der letzten Phase überzeugen, werden dann sogar zwischen 10 und 50 Millionen Pfund erhalten.

Artemis-Technologies-CEO Iain Percy sagte: „Diese Frühphasenfinanzierung ist eine wichtige Bestätigung unserer Pläne, Belfast zur fortschrittlichsten maritimen Produktionshauptstadt der Welt zu machen. Die Stadt ist bereits Heimat einiger der größten Talente in der Luft- und Raumfahrt sowie der Verbundwerkstofftechnik, und wir wollen dieses Potenzial nutzen, indem wir es mit der reichen maritimen Geschichte Belfasts und unserer eigenen Expertise im Design von Hochgeschwindigkeitsyachten kombinieren.

Wir sind fest davon überzeugt, dass dieses Projekt einen wirtschaftlichen Wandel für Nordirland bedeuten wird, indem es die Region in den Mittelpunkt der Revolution des Seeverkehrs stellt.“

Erfolg für Percy

Es wäre ein großer Erfolg insbesondere für Ian Percy, der sich persönlich sehr für das Projekt engagiert. Es dürfte ihm zurzeit mehr Freude bringen, als seine aktuellen America’s cup-Pläne. Artemis sitzt diesen Zyklus bewusst aus, und will danach vielleicht noch einmal angreifen. Percy wurde deshalb freigestellt um die Herausforderung aus Malta anzuführen.

Die Informationen um das Team sind allerdings spärlich. Es gibt nur noch wenige Insider, die daran glauben, dass es die Malteser tatsächlich an die Startlinie schaffen. Und auch dann wären sind sie so spät dran, dass sie kam eine Chance gegen die übermächtigen, finanziell bestens ausgestatteten Mitbewerber.