125. Kieler Woche mit zwei neuen Mixed-Klassen im Segeln


 
 
 

Kiel. Die Organisatoren der 125. Kieler Woche werden ihrem Ruf als Trendsetter gerecht. Bei der Jubiläumsauflage der weltgrößten Regatta-Woche vom 22. bis 30. Juni gehen die olympischen Segler in zwei neuen Mixed-Disziplinen an den Start. Weil für Olympia 2024 zwei weitere Klassen mit jeweils einem Mann und einer Frau an Bord geplant sind, bieten die deutschen Veranstalter die Disziplinen jetzt schon an.

Im vergangenen November hatte der Weltseglerverband World Sailing das Mixed-Zweihand-Seesegeln zur Olympia-Disziplin für 2024 gekürt. Auch in der Zweihandjolle 470er, die bislang von Männern und Frauen in getrennten Flotten gesegelt werden, sind in fünf Jahren möglicherweise Segel-Paare im Einsatz. Beide Klassen sind im Sommer in Kiel ausgeschrieben.

Den verstärkten Mixed-Trend liegt die Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zugrunde, die für alle Sportarten gleich viele Männer und Frauen fordert. Diese sollen um die gleiche Anzahl an Medaillen kämpfen. Als erste Starter haben Roland und Nahid Gäbler für das Zweihand-Offshore-Segeln gemeldet. Gäbler hatte 2000 in Sydney mit René Schwall Olympia-Bronze im Tornado gewonnen.

Als erste olympische Klasse mit gemischtem Teams hatte der Katamaran Nacra 17 bereits 2016 vor Rio de Janeiro Premiere gefeiert.